Peter Saubert Ingenieurbüro und Unternehmensberatung
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Themen aus dem Umfeld des automobilen Testens

Diese Seiten sind für Sie. Hier schreibe ich über die Dinge, die ich für interessant und besprechenswert halte. Gerne aber nehme ich auch Stellung zu den Themen, die Sie interessieren. Nehmen Sie Kontakt zu mir z.B. über das Kontaktformular auf. Ich werde hier auch noch eine anonyme Kontaktmöglichkeit schaffen.

Wintererprobungen

Juli 2017: Ich habe auf Fahrzeugerprobung.org einen Beitrag zum Thema Wintererprobungen veröffentlicht. 

Der Produktionsanlauf des Model 3 von Tesla

Ein Serienanlauf für eine Froßserie ohne Nullserie: Geht das? Mein Artikel auf Fahrzeugerprobung.org zum Produktionsanlauf des Model 3 von Tesla.

Themen zur Fahrzeugerprobung

Weniger Fernbuslinien im Q4 2016

Der Wandel der Mobilität: Nach einem kurzen Boom, fällt der Fernbusmarkt wieder in sich zusammen.

Infografik: Weniger Fernbuslinien im Q4 2016 | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Was ist künstliche Intelligenz?

80 Prozent der für eine Umfrage von Pegasystems befragten Deutschen glauben zu wissen, was es mit künstlicher Intelligenz (KI) auf sich hat. Eine Mehrheit versteht darunter die Fähigkeit von Geräten und Software logisch zu denken (58 Prozent), zu lernen (57 Prozent) und Probleme zu lösen (52 Prozent). Emotionen nannten dagegen nur 15 Prozent als KI-Merkmal. Interessant wäre es zu wissen, ob es sich um eine offen formulierte Frage gehandelt hat. Das würde jedenfalls erklären, wie es Antworten wie "den menschlichen Geist zu kontrollieren" oder "die Weltherrschaft zu übernehmen" in die Studie geschafft haben. 

Quelle: Statista

Infografik: Was ist künstliche Intelligenz? | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Datenmengen im Vergleich

Infografik: Datenschleuder Connected Car | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Testingstrategie 2017

Für die Testingbereiche der Automobilindustrie zeichnen sich große Umwälzungen durch Technologie- und Strukturänderungen ab. Es stellt sich die Frage "aussitzen oder handeln"? Eine grobe Idee, wie die Antwort auf die Frage gefunden werden kann, findet sich in dem Whitepaper zur Testingstrategie 2017.

 

Das Whitepaper mit Überlegungen zur Positionierung der Testingbereiche der Automobilindustrie unter dem Eindruck der sich abzeichnenden neuen Megatrends und dem erwarteten Strukturwandel der Automobilbranche finden Sie unter Downlaods.

Gute Übersicht in der Wirtschaftswoche: Das Ende von Linienbus und Straßenbahn

Autonome Fahrzeuge stellen nicht nur die Autobranche vor Herausforderungen. Am schnellsten überrollt werden dürfte der öffentliche Transport.

Artikel der Wirtschaftswoche

Warum sind Verbrauchs- oder Abgasprüfungen, wie sie sind?

März 2016: Kurz und prägnant: Warum sind die Verbrauchsangaben bei meinem Auto anders als im Prospekt.

Systemsicherheit von Fahrzeugen

Februar 2016: Mit ungefähr 7 Jahren Verspätung gegenüber dem Mobilfunkmarkt und 14 Jahren Verspätung gegenüber dem Computermarkt kommen alle Probleme dieser Branchen in der Automobilindustrie an. Die Zahl der Fälle häufen sich, dass vorgeführt wird, wie ein Externer auf die Steuerung eines Autos zugreift und die Kontrolle von Funktionen übernimmt. Im Video des Leafs wird aber darüber hinaus noch vorgeführt, wie ein Autobesitzer problemlos ausspioniert werden kann.

 

Tatsache ist, die Absicherung gegen derartige Übergriffe spielt bis heute in der Automobilindustrie eine untergeordnete Rolle. Es wird wieder alles neu gelernt, was eigentlich Computerindustrie und Mobilkommunikation schon gelernt haben. Es wird getestet, wie eine Stand alone Lösung Auto getestet werden kann. Dabei wird über Netzanbindungen, automatische Hilferufe und Ferndiagnose diskutiert.

Die Zukunft der einfachen Arbeiten

Februar 2016: Langfristig wird jeder Arbeitnehmer, der eine einfache Arbeit macht, durch einen Roboter ersetzt. Das war die Prognose in den 1950er Jahren. Wie weit die Entwicklung ist, zeigt das Video. Die Folge wird die Freisetzung des gering qualifizierten Personals in vielen Branchen sein. Dies  wird auch das Testing betreffen.

Das Handeln des Menschens muss immer Teil einer Teststrategie sein

Nach einer medienwirksamen Einführung des Autopiloten der Marke Tesla, rudert der Hersteller jetzt zurück und schränkt Funktionen deutlich ein (Quelle: mein-elektroauto.com). Der Grund sind zahlreiche Missbrauchsfälle. Während die europäische Automobiliindustrie wahrscheinlich über diesen Schritt wenig überrascht war, gibt es in den USA wohl immer noch den Glauben, dass man das Fahren evolutionär und mit wenig Tests automatisieren kann. Das Testen wird den Kunden übertragen.

 

Die Kunden wissen aber leider oft nicht, welches Risiko sie für ihre Umwelt amit darstellen. Jetzt setzt sich diese Erkenntnis auch bei Tesla durch. Tesla schränkt die Funktionen jetzt spürbar ein. Ein vernünftiger Testansatz mittels einer FMEA oder einem modelzentrierten Ansatz hätte die offensichtlichen Probleme frühzeitig aufgezeigt. Diese Methoden betrachten nämlich das Verhalten des Menschen im zu testenden System. Dabei wird eben auch die Möglichkeit des systematischen Missuse betrachtet. Der Glaube, dass Menschen immer vernünftig handeln und verstehen, was sie tun, sollte in einer Welt voller Terrorismus bei wichtigen Entscheidungsträgern nicht übermäßig ausgeprägt sein. Das Fehlverhalten von Menschen muss folglich immer ein wesentlicher Bestandteil der Testphilosophie sein.

 

Fazit: Jetzt erkennt Tesla die Probleme seiner Philosophoie und es bleibt zu hoffen, dass das Unternehmen die Kurskorrektur ohne große Schäden am Image meistern kann.

Elektromobilität erfordert neue Testsystematiken und neue Massstäbe in der Testbeurteilung

Das amerikanische Consumer Reports Magazine stellt fest, dass man Elektrofahrzeuge nicht nach konventionellen Maßstäben messen kann und stolpert über das eigene Punktesystem. Eigentlich erhält der Tesla im Test 103 Punkte. Da das eben nicht geht, wird auf 100 Punkt gedeckelt. (Quelle: elektroauto.com)

 

Die Grenzen in der Welt haben sich verschoben. In unseren Köpfen sind die Grenzen aber noch starr. Dieses Problem lässt sich nur mit einem nutzungsorientiertem Kundenmodell, aus dem sich relevante Testfälle ableitenlassen lösen. Damit entfallen dann auch die Kalibrierungsprobleme für die Testbewertung, da sich das Modell fortlaufend anpasst. Konventionelle Testfallerstellung und Beurteilung nach starren Massstäben ist hier zum Scheitern verdammt.

 

Updated:

Inzwischen wurde die hervorragende Bewertung zurückgenommen. Grund sind die Qualitätsprobleme, die sich in der Kundennutzung herausstellen. Bei Tesla fehlen ofensichtlich nachhaltige, strukturierte Testprozesse, die ein Fahrzeugleben abschätzen können.

Hackerangriff auf einen PKW

Jetzt ist er da: Der erste Hackerangriff auf ein Fahrzeug. Es war zwar eine Aktion um Aufmerksamkeit zu erlangen. Es war auch keine boshafte Aktion. Aber die Welt hat gesehen, dass es geht. n.tv, Stern, Spiegel und viele andere berichten darüber. War es nicht vorhersehbar?

 

Natürlich war es vorhersehbar. Natürlich wird seit Jahren an dem Thema gearbeitet. Das sollte unbedingt vermieden werden. Warum konnte es dann so weit kommen?

 

Eine Antwort ist, dass die Sicherheitsexperten nach dem Leck gesucht haben. Wer sucht, der findet. Damit gewinnt der Bereich IT-Sicherheit natürlich zusätzliches Gewicht.

 

Eine andere Antwort ist, dass es heißt, es hätte mehr getestet werden müssen. Die Aussage ist gut, da jetzt alle IT-Tester aufgewertet werden. Das ist aber nicht wirklich alles.

 

Meiner EInschätzung nach wurde bei dem Jeep eine klassische Quick & Dirty-Lösung umgesetzt, um sich am Markt zu positionieren. Dafür wurden Testumfänge nicht abgebildet. Man sparrt Geld und Zeit. Es ist aber nicht mit dem Sparen erledigt. Der Entscheidungsträger, der die Entscheidung getroffen hat, hat ja nicht so entschieden, um dem Unternehmen Probleme zu bereiten. Es konnte ihm innerhalb der Organisation vielmehr nicht transparent gemacht werden, dass es hier möglicher Weise ein ernst zu nehmendes Problem gibt.

 

Das Problem war folglich nicht, dass nicht getestet wurde. Das Problem ist, dass es innerhalb der Organisation keinen Freigabeprozess gibt, der diese offensichtlichen Risiken nicht transparent macht. Das heißt, der Freigabeprozess kann entweder umgangen werden oder der Freigabeprozess macht den Entscheidern Risiken nicht deutlich.

Das Elektroauto Tesla Model S bei der Def Con.

Quelle: Mein-Elektroauto.com

Bildquelle: http://www.reddit.com/user/dedphoenix

 

Ein Beispiel für kreatives gestalten von Tests: Testla bindet kostenfrei arbeitende Communities ein. Der Sieger gewinnt die Teilnahme an einer Werbetour durch die Tesla-Fabrik. Wenn es keine unumstößlichen Freigabeprozesse gibt, ist das sicher ein probates Mittel um preiswert und effektiv zu testen und kreative Mitarbeiter zu akquirieren.

Ansatz zur Bewertung von Testmethoden

Juni 2016: Aus verschiedenen Diskussionen zur Automatisierung des Testprozesses ergab sich für mich die Erkenntnis, dass die Bewertung von Testmethoden hinsichtlich des Leistungsvermögens und der Einsatzmöglichkeiten einen neuen Ansatz erfordern. Für die Automatisierung von Testprogrammerstellungen bedarf es eines Abschätzens der Sinnhaftigkeit von Versuchsmethodiken.

 

Dieses Whitepaper schlägt einen Ansatz vor, der dies ggf. leisten kann. Mir sind aktuell keine vergleichbaren Arbeiten oder Lösungen bekannt.

Warum grünes Testen?

Mai 2015: In der öffentlichen Wahrnehmung wird Nachhaltigkeit immer wichtiger. Europäische Kunden sind zunehmend bereit für ein "grünes Auto" mehr Geld auszugeben. In der Gestaltung des "grünen Autos" spielt heute das grüne Testen noch keine Rolle. Lediglich die Erprobungsbelastung der Bevölkerung war in der Vergangenheit immer wieder ein Thema der Medien.

 

In Zukunft wird sich das ändern. Wenn die Themen Erprobungsbelastung und Nachhaltigkeit kombiniert werden, und dass das irgendwann passieren ist sicher, wird die Diskussion um das "grüne Testen" ein Bestandteil der Kaufentscheidung werden. Es ist durchaus angebracht, sich heute schon darüber Gedanken zu machen.

 

Das Whitepaper mit Überlegungen zum grünen Testen finden Sie unter Downlaods.

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