Der Döner-Wohlstandsindex 2025 zeigt wieder: Deutschland befindet sich weiter im Niedergang
Befindet sich Deutschland im Niedergang? Wenn Sie diese Zahlen lesen, sehen Sie: Deutschland wird ärmer. Jeder kann sich immer weniger für das Geld kaufen. Das versteht jeder.
Die Angabe „Sie verdienen so und soviel Döner je Stunde“ ist eine Kaufkraftangabe. Ihnen wird direkt gesagt, was Sie mit dem Verdienst einer Stunde wirklich anfangen können. Das ist intuitiv und einfach zu begreifen. Die wesentliche Aussage: Arbeit lohnt sich immer weniger.
Der deutsche Netto-Durchschnittslohn je Stunde im Durchschnitt
👉 2015 jede Stunde 2,97 Döner 1)
👉 2025 jede Stunde nur noch 1,99 Döner 1)
1) In Döner umgerechneter Netto-Durchschnittsstundenlohn
Der deutsche Netto-Mindestlohn je Stunde im Durchschnitt
👉 2015 jede Stunde 1,61 Döner 2)
👉 2025 jede Stunde nur noch 1,16 Döner 2)
2) In Döner umgerechneter Netto-Mindeststundenlohn
Informieren die Medien falsch?
Immer noch glauben viele Deutsche, uns geht es ja gut. Auch in den Medien ist die Auswirkung der Verarmung großer Teile der Bevölkerung noch nicht präsent. Aber in der Gesellschaft ist in der Breite angekommen, dass am Ende des Geldes viel zu viel Monat übrig bleibt. In den Medien wird viel über Inflation und fehlende Steuereinnahmen des Staats berichtet. Schade. Die meisten Deutschen verstehen, Sie werden ärmer, aber es wird nicht verstanden: Warum werden wir ärmer? In den Medien und in der öffentlichen Kommunikation wird nicht über die Kaufkraft gesprochen. Es wird immer nur der Kaufpreisindex, das heißt eigentlich die Inflationsrate diskutiert. Die Inflationsrate ist aber das falsche Konzept, um Wohlstandsverlust deutlich zu machen. Wohlstand ist Kaufkraft. Und die Kaufkraft ergibt sich aus zwei Faktoren.
- Wieviel Geld bleibt dem Normal-Bürger von einer Arbeitsstunde?
- Wieviel kann sich der Normal-Bürger von dem, was ihm bleibt tatsächlich leisten?
In den zurückliegenden Jahren steigt der Anteil dessen, was der Staat sich nimmt immer schneller. Als Ergebnis bleibt den arbeitenden Bürgern immer weniger.
Auf der anderen Seite steigen die Preise, getrieben von der Bürokratie und immer neuen Belastungen der Unternehmen.
Wenn aber der Bürger netto weniger hat und die Preise steigen, dann kann sich der Normal-Bürger immer weniger leisten. Das kann eigentlich jeder verstehen. Warum können die Medien dies nicht transportieren? Das volkswirtschaftliche Konzept, das die Medien verwenden, ist die Inflation oder die Geldentwertung. Für Volkswirte hat das Konzept der Inflation echte Vorteile. Allerdings ist es eben ein sehr abstraktes Konzept, das nicht intuitiv und einfach zu verstehen ist. Auch Herr Klingbeil hat in seiner Rolle als Finanzminister die Inflation nicht verstanden und konnte auch keine richtigen Schlüsse daraus ableiten, wie er immer wieder gezeigt hat. Jetzt sollten die Menschen im Durchschnitt mehr Wirtschaftskompetenz als Herr Klingbeil haben. Deshalb bleibt es aber schwer, Inflation richtig zu verstehen. Allerdings gibt es mit der Kaufkraft eine Größe, die einfacher zu verstehen ist. Diese Größe übersetzt der Döner-Wohlstandsindex in praktische Anschauung.
Übrigens: Das Konzept des Döner-Wohlstandsindex wurde zahlreichen Medien in Deutschland angeboten. Fast alle hatten es noch nicht einmal nötig auf diese Mitteilung zu antworten. Statt dessen wird einfach weiter schlecht über den Wohlstandsverlust der Deutschen informiert.
Die Kaufkraft ist einfacher zu verstehen.
Mathematisch betrachtet ist die Kaufkraft der Kehrwert vom Preisindex. Aus dem Preisindex wird die Inflation berechnet. Sie sehen schon: Inflation ist eine abgeleitete und keine direkt zu greifende Größe. Hingegen ist der Döner-Wohlstandsindexes eine direkte Größe, die voranschreitende Verarmung in Deutschland deutlich macht.
In den Medien wird in der Regel die Inflationsrate dargestellt. Die Inflationsrate wird aus dem Preisindex errechnet. Der Preisindex seit 1991 ist im Bild dargestellt. Schauen Sie sich nur die Kurve an. Sie sehen: Es geht immer nur nach oben. Es wird immer teuer. Das genau ist die Aussage.
Bild: Preisindex seit 1991; 2020 entspricht 100%; Quelle: Statistisches Bundesamt
Schauen Sie sich jetzt das Bild der Kaufkraftentwicklung an. Der Kaufkraftindex ist die Umkehrung zum Preisindex. Wenn etwas immer teuer wir, kann man sich für das gleiche Geld immer weniger kaufen. Genau das sehen sie: Das Geld wird immer weniger wert.
Bild Kaufkraftindex seit 1991; 1991 entspricht 100%; Quelle: Statistisches Bundesamt, Umrechnung Peter Saubert – Unternehmensberatung
Jetzt schauen wir auf die Änderungen der beiden Kurven. Beide Kurven haben eine gespiegelt Änderung.
Bild Änderung des Preisindexes = Inflationsrate seit 1991; Quelle: Statistisches Bundesamt
Bild: Änderung des Kaufkraftindexseit 1991; Quelle: Statistisches Bundesamt, Umrechnung Peter Saubert – Unternehmensberatung
Beide Kurven sind nur an der x-Achse gespiegelt. Die Darstellung der Änderung des Preisindexes ist die Inflation. Was fangen Sie damit an? Sie sehen nur, ob etwas schneller geht oder nicht. Für Sie interessant ist eigentlich nur die Frage: Was kann ich mir für mein Geld kaufen? Das zeigt nicht die Inflation sondern der Kaufkraftindex oben.
Was ist Wohlstand?
Jetzt ist es aber so, dass Sie ja eigentlich nicht nur interessiert, wieviel Geld etwas kostet, beziehungsweise wieviel Produkt Sie für Ihr Geld bekommen. Sie interessiert auch, wieviel Geld Sie haben. Ihr Netto-Einkommen bestimmt Ihren Wohlstand genau so, wie das, was Sie für Ihre Euros bekommen. Ihr Wohlstand wird bestimmt von der Frage: Wieviel Produkt verdiene ich Netto jede Stunde?
Der Döner ist gerade für die politische Diskussion ein Symbol geworden. Aus diesem Grund haben wir vor einiger Zeit schon einen Beitrag Der Zusammenhang zwischen Mindestlohn und Döner-Preis im Magazin veröffentlich. Es liegt also nahe, die Frage zu stellen: Wieviel Döner verdiene ich tatsächlich jede Stunde? Die Antwort auf diese Frage ist ein Maß für Wohlstand. Deshalb heißt diese Größe Döner-Wohlstandsindex.
Und das ist der Döner-Wohlstandsindex für den deutschen Durchschnittslohnempfänger:
Die genauen Zahlen für den Durchschnittslohnempfänger:
- 2015: 2,97 Döner je Stunde
- 2016: 2,67 Döner je Stunde
- 2017: 2,74 Döner je Stunde
- 2018: 2,83 Döner je Stunde
- 2019: 2,93 Döner je Stunde
- 2020: 2,61 Döner je Stunde
- 2022: 2,05 Döner je Stunde
- 2023: 2,29 Döner je Stunde
- 2024: 2,07 Döner je Stunde
- 2025: 1,99Döner je Stunde
Sie sehen: Die Deutschen werden im Durchschnitt immer ärmer und können sich immer weniger Wohlstand, in diesem Fall in Form von Döner leisten.
Jetzt wird von einzelnen politischen Parteien gerne der Mindestlohnempfänger bemüht, um die soziale Kompetenz dieser Parteien deutlich zu machen.
Aus diesem Grund ermitteln wir auch den Döner-Wohlstandsindex für den deutschen Mindestlohnempfänger:
Die genauen Zahlen für den Mindestlohnempfänger:
- 2015: 1,61 Döner je Stunde
- 2016: 1,42 Döner je Stunde
- 2017: 1,46 Döner je Stunde
- 2018: 1,47 Döner je Stunde
- 2019: 1,53 Döner je Stunde
- 2020: 1,39 Döner je Stunde
- 2022: 1,25 Döner je Stunde
- 2023: 1,34 Döner je Stunde
- 2024: 1,20 Döner je Stunde
- 2025: 1,16 Döner je Stunde
Sie sehen: Das Bild ist exakt das Gleiche. Nicht nur der deutsche Durchschnittslohnempfänger verliert Wohlstand. Auch die Mindestlohnempfänger verlieren Wohlstand im gleichen Tempo. Wir Deutschen werden gemeinsam immer ärmer und können uns gemeinsam immer weniger Wohlstand leisten. Das ist die einfache Aussage des Döner-Wohlstandsindexes.
Warum verlieren wir den Wohlstand?
Aus dem Döner-Wohlstandsindex können wir ablesen: Die Deutschen verlieren Wohlstand. Aber es wird doch ständig über das Thema Mindestlohn gesprochen und der Mindestlohn wird erhöht. Zumindest die Mindestlohnempfänger sollten doch davon profitieren, oder? Nein. Die Hauptprofiteure aus den Mindestlohnerhöhungen sind das Finanzamt und die Sozialkassen, wie ich in meinem Beitrag Was bedeutet ein höherer Mindestlohn für Mindestlohnempfänger wirklich? vor langer Zeit gezeigt habe. Es ist auch gerade der Mindestlohn, der zu Preissteigerungen in lohnintensiven Leistungen wie dem Döner eine preissteigernde Wirkung entfaltet. Dies können Sie nachvollziehen in meinem Beitrag Der Zusammenhang zwischen Mindestlohn und Döner-Preis.
Die Deutschen verlieren immer mehr Wohlstand, weil der Staat sich für immer mehr Themen verantwortlich erklärt. Politiker behaupten gerne: „In der Krise muss der Staat handeln.“ Es wäre aber besser für uns alle, wenn der Staat Aufgaben aufgibt, die er sowieso nicht richtig erfüllen kann. Die Handlung, die wirklich angezeigt wäre, wäre eine Fokussierung des Staats auf die Aufgaben, für die der Staat wirklich steht. Und genau bei diesen Aufgaben versagt der Staat konsequent, sei es bei der Verteidigung, der Sicherheit, der Rechtssicherheit oder was auch immer. Die Bundeswehr ist nicht in der Lage nur ein ausgestattetes Bataillion für die NATO bereit zu stellen. In den öffentlichen Verkehrsmitteln können keine Fahrkartenkontrollen stattfinden, weil die Kontrolleure mit gewaltsamen Übergriffen rechnen müssen. Die Gerichte sind überlastet und langlaufende Gerichtsverfahren begleiten die Richter von der Berufung bis zur Pensionierung, ohne dass es juristischen Konsequenzen gibt. Gleichzeit hat der Staat die höchsten Steuereinnahmen in der Geschichte und die größten Geldsorgen. Diese beiden Themen habe ich in den Beiträgen Ihr persönlicher Staatsquoten-Gedenktag und Die Inventur des Abstiegs: Die Top 20 Köpfe, die Deutschland ärmer machten. besprochen.
Wenn Sie nicht glauben, dass der Staat sich auch bei Ihnen bedient, rechnen Sie doch einmal für sich selbst aus, wie hoch Ihre persönliche Staatsquote ist. Sie werden erschreckt sein. Einen persönlichen Staatsquoten-Rechner gibt es als Funktion unseres Unternehmerrechners, den Sie kostenlos bei Apple oder Google für Ihr Mobiltelefon laden können.
Sie können aber die App auch gleich hier auf der Webseite ausprobieren.
Weitere Gründe sind immer mehr Gesetze und Verordnungen, die dazu führen, dass alles immer länger dauert. Was lange dauert, kostet viel. Lange Verwaltungsprozesse kosten viel Geld, egal ob in der Verwaltung oder in den Unternehmen.
Damit aber nicht genug. Die Gesetze und Verordnungen benötigen immer mehr Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst. Diese Beamten und Beschäftigten im öffentlichen Dienst kosten uns aktuell ca. 12% unseres Wohlstands, wie ich im Beitrag Wohlstand in einer Umverteilungsgesellschaft gezeigt habe.
Zusammenfassung und Ausblick
Es lassen sich folgende Entwicklungen für die nahe Zukunft ableiten:
- Fortschreitende soziale Erosion: Sollte sich der Trend des Döner-Wohlstandsindex fortsetzen, wird die Schere zwischen Arbeitsaufwand und Lebensstandard für die breite Bevölkerung weiter auseinandergehen. Dies wird zu einer weiter sinkenden Leistungsbereitschaft in der Bevölkerung führen („Arbeit lohnt sich nicht mehr“).
- Druck auf die Politik: Die Diskrepanz zwischen hohen Steuereinnahmen und mangelhaften staatlichen Leistungen dürfte den sozialen Unfrieden verstärken und Forderungen nach radikalen Staatsreformen oder Steuersenkungen lauter werden lassen.
- Lohn-Preis-Spirale: Weitere Mindestlohnerhöhungen werden ohne flankierende Entlastungen bei den Lohnnebenkosten und zur Bürokratieentlastung lediglich die Preise für Alltagsgüter weiter antreiben und dabei den realen Wohlstand der Geringverdiener weiter verschlechtern.
- Wettbewerbsnachteil: Die hohe „Staatsquote“ und die langsame Bürokratie drohen Deutschland im internationalen Vergleich weiter zurückfallen zu lassen, da Kapital und Fachkräfte in effizientere Systeme abwandern wird.
Ohne eine radikale Rückbesinnung des Staates auf seine Kernaufgaben und eine massive Senkung der Abgabenlast insbesondere für die arbeitenden Menschen und Unternehmer wird der „Döner-Wohlstand“ – und damit der allgemeine Lebensstandard – weiter sinken.
Die positive Nachricht: Weite Teile der Gesellschaft haben das verstanden, auch wenn es in der Politik noch nicht angekommen ist.
Unser Experiment: Bewertung von Ergebnissen einer KI
Gemini-Prompt: Bitte ordnen Sie den Beitrag fachlich, kulturell, soziologisch, ideologisch, politisch und ökonomisch in einer kurzen Zusammenfassung ein.
Der folgende Teil wurde am 13.04.2026 durch Gemini erzeugt. Gemini ist ein Sprachmodell von Google (Generative künstliche Intelligenz). Die Anmerkungen der Autoren sind kenntlich gemacht.
Dieser Beitrag der Unternehmensberatung Peter Saubert nutzt den „Döner-Wohlstandsindex“ als populärwissenschaftliches Instrument, um eine tiefgreifende Kritik am aktuellen Zustand der deutschen Wirtschaft und Politik zu formulieren. Hier ist die fachliche Einordnung in den gewünschten Kategorien:
1. Fachlich-Methodische Einordnung
Der Text nutzt das Prinzip der Kaufkraftparität. Ähnlich wie der bekannte Big-Mac-Index des „Economist“ wird ein standardisiertes Alltagsprodukt (der Döner) als Ersatzwährung herangezogen. [Anmerkung der Autoren: Sachlich richtig.]
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Stärke: Es macht komplexe ökonomische Daten (Reallohnentwicklung) intuitiv greifbar. [Anmerkung der Autoren: Sachlich richtig.]
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Schwäche: Der Dönerpreis unterliegt spezifischen Kostentreiber (Energie, Fleischpreise, Mindestlohn in der Gastronomie), die nicht eins zu eins die allgemeine Inflation widerspiegeln. Dennoch zeigt die mathematische Herleitung über den Kehrwert des Preisindex korrekt das Prinzip der sinkenden Kaufkraft. [Anmerkung der Autoren: Sachlich richtig.]
2. Kulturelle Einordnung
Kulturell spiegelt der Beitrag die Erhebung des Döners zum deutschen „Nationalgericht“ und politischem Symbol wider. Der Begriff „Dönerflation“ ist fest im gesellschaftlichen Diskurs verankert. Die Wahl dieses Symbols zielt darauf ab, die Mitte der Gesellschaft und junge Generationen dort abzuholen, wo sie den Wohlstandsverlust am unmittelbarsten spüren: im Alltagskonsum. [Anmerkung der Autoren: Sachlich richtig.]
3. Soziologische Einordnung
Der Fokus liegt auf der Prekarisierung der Arbeit. Der Beitrag thematisiert das Gefühl der „schwindenden Leistungsbereitschaft“, da der Grenznutzen von Arbeit (was kann ich mir leisten?) abnimmt. Soziologisch wird hier die Angst vor dem sozialen Abstieg der Mittelschicht und die Frustration über eine stagnierende soziale Mobilität adressiert. [Anmerkung der Autoren: Sachlich richtig.]
4. Ideologische Einordnung
Der Text ist ordnungspolitisch liberal bis libertär geprägt. Er folgt der Argumentationslinie, dass ein „zu großer“ Staat private Initiative erstickt. Die Ideologie dahinter ist die des schlanken Staates (Night-watchman state), der sich auf Kernaufgaben (Sicherheit, Justiz) beschränken sollte, anstatt durch Umverteilung und Bürokratie Wohlstand zu vernichten. [Anmerkung der Autoren: Sachlich richtig. Die Einordnungen sind prinzipiell möglich, auch wenn es sich nicht explizite Aussagen im Text handelt. Die Aussage, der Staat nimmt ja nicht einmal die Mindestaufgaben war, heißt ja nicht, dass es nicht vielleicht auch andere Aufgaben des Staates geben könnte.]
5. Politische Einordnung
Politisch ist der Beitrag als scharfe Opposition zum aktuellen Regierungskurs (Status 2024/25) zu werten.
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Er kritisiert die Fiskalpolitik (hohe Staatsquote bei gefühlten Leistungsmängeln). [Anmerkung der Autoren: Sachlich richtig.]
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Er greift die Sozialpolitik an, indem er behauptet, Mindestlohnerhöhungen würden primär dem Staat (über Steuern/Sozialabgaben) und nicht dem Bürger nützen. [Anmerkung der Autoren: Sachlich richtig. Allerdings wird es ja nicht nur behauptet, sondern hergeleitet.]
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Er warnt vor einer Lohn-Preis-Spirale. [Anmerkung der Autoren: Sachlich nicht ganz richtig. Es werden die Zusammenhänge dargestellt. Gewarnt wird vor einer fortschreitenden Gier des Staats und einer Bürokratie-Preis-Spirale.]
6. Ökonomische Einordnung
Die Kernbotschaft ist die Diagnose einer Stagflation oder eines relativen wirtschaftlichen Rückgangs. Die Argumentation stützt sich auf zwei Säulen:
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Angebotsökonomie: Zu viel Bürokratie und zu hohe Abgaben belasten die Produktion. [Anmerkung der Autoren: Sachlich richtig.]
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Reallohnverlust: Die nominalen Lohnsteigerungen halten nicht mit der Preissteigerung spezifischer Güter Schritt, was zu einer effektiven Verarmung führt. [Anmerkung der Autoren: Sachlich richtig.]
Zusammenfassung
Der Beitrag nutzt eine populistische, aber ökonomisch unterlegte Metaphorik (Döner-Index), um ein Narrativ des staatlich verursachten Abstiegs zu zeichnen. [Anmerkung der Autoren: Die Zusammenfassung ist nicht korrekt. Es ist nicht populistisch, wenn Zusammenhänge erklärt werden und zur Wahrnehmung der demokratischen Verantwortung aufgefordert wird. Es wird auch kein Narrativ gezeichnet. Es wird die Alltagserfahrung erläutert.]
Er ordnet die Inflation nicht als kosmisches Ereignis ein, sondern als Folge politischer Fehlsteuerungen (Bürokratie, Staatsquote). [Anmerkung der Autoren: Sachlich richtig.]
Die Intention ist es, den Leser zur Eigeninitiative (Staatsquoten-Rechner) und zur politischen Forderung nach einer radikalen Deregulierung zu bewegen. [Anmerkung der Autoren: Das ist keine Aussage des Textes. Es wird nur dazu aufgefordert, seine demokratische Verantwortung wahrzunehmen.]
Finden Sie, dass die Darstellung der Kaufkraft durch ein Einzelprodukt wie den Döner die wirtschaftliche Realität ausreichend abbildet, oder fehlen Ihnen dabei Aspekte wie Technologie- oder Wohnkosten? [Anmerkung der Autoren: Die Frage darf man stellen. Allerdings ist es wenig hilfreich, wenn wir über Wohnraummangel mit steigenden Mieten und technologischer Rückständigkeit auch noch diskutieren und damit die Klarheit vernebeln, die die Vereinfachung liefert.]
Bewertung der Gemini-Ergebnisse durch die Autoren
Die Qualität der Einordnungen durch Gemini wird nach und nach besser. Fachlich, kulturell, ökonomisch und soziologisch sind die Einordnungen gut. Das würde ich für die ideologisch aufgeladenen Aspekte ideologisch und politisch nicht sagen. Hier spiegelt Gemini die gesellschaftliche Diskussion. Gemini ist – und das muss man sich immer wieder bewusst machen – nicht politisch. Die Einordnungen sind der gesellschaftliche Spiegel der der Gesellschaft vorgehalten wird. Für den Aspekt ideologisch wird die Angst der Zentralstaat-Fetischisten formuliert: „Wir könnten den Staat mehr stutzen als notwendig und gut.“ Das wird zwar im Text nicht gesagt. Es löst aber bei den Planwirtschaftlern Angst aus. Sozialpolitische Aussagen werden in diesem Kontext natürlich immer nur behauptet. Da spielt es auch keine Rolle, dass hier Argumentation hergeleitet werden. Offensichtlich wird im Bereich Sozialpolitik in Deutschland sehr unsachlich diskutiert und der Gegenseite werden immer unbegründete Behauptungen unterstellt.
Die Tatsache, dass wir in Deutschland das Phänomen einer Bürokratie-Preis-Spirale sehen, wird von Gemini nicht erkannt.
Spannend ist auch, dass Gemini das erste mal in einer Einordnung eine regierungskritische Position auf einen Zeitpunkt festlegt. Erwartet Gemini hier einen Wechsel?
Interessant ist auch, dass eine Ablenkungsstrategie seinen Eingang in die Diskussion findet. Die Aussage „Finden Sie, dass die Darstellung der Kaufkraft durch ein Einzelprodukt wie den Döner die wirtschaftliche Realität ausreichend abbildet, oder fehlen Ihnen dabei Aspekte wie Technologie- oder Wohnkosten?“ ist ja nichts anderes als der Versuch, an eine andere Stelle zu zeigen, wo es weniger weh tut. Das ist zwar in diesem Fall schief gegangen, weil beide Aspekte schwieriger sind als das der Döner-Wohlstandsindex sagt. Aber wir haben hier einen lauten Ruf: „Fangt den Dieb! Er hat mein Messer in seinem Rücken stecken.“ Wir sind gerade in der gesellschaftlichen Phase, in der man noch ablenken will. Die nächste Stufe ist: Es gibt keine Ausreden mehr. Das ist eine echte Quelle für Optimismus.
Insgesamt zeigt mir die recht gute Einordnung von Gemini aber: Es ist unwahrscheinlich wichtig mit sachlichen Argumenten und echten Fakten wie dem Döner-Wohlstandsindex zu kommunizieren, damit die Plattmacher-Argumente aus der öffentlichen Diskussion verschwinden.

