Ihr persönlicher Staatsquoten-Gedenktag

Der Steuerzahler-Gedenktag ist ein symbolisches Datum, das jährlich vom Bund der Steuerzahler (BdSt) in Deutschland berechnet wird. Der Gedanke des Steuerzahler-Gedenktages ist Impuls für den persönlichen Staatsquoten-Gedenktag.

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Vereinfacht gesagt markiert dieser Tag den Moment im Jahr, bis zu dem der durchschnittliche Steuerzahler rein rechnerisch nur für den Staat gearbeitet hat, um seine Steuern und Sozialabgaben zu begleichen. Ab diesem Tag fließt das verdiente Geld (theoretisch) in die eigene Tasche.

Der Steuerzahler-Gedenktag ist ein durchschnittlicher Tag für alle Deutschen, den der Bund der Steuerzahler (BdSt) in der Kommunikation nutzt. Er hat mich dazu inspiriert, über den persönlichen Steuerzahlergedenktag nachzudenken. Dieser Gedanke führte zur Idee des persönlichen Staatsquotengedenktag.

Peter Saubert

Unternehmensberater

Wir haben den Staatsquoten-Gedenktag als Rechner in unseren Unternehmerrechner eingebaut, den Sie als App in den AppStores von Apple und Google downloaden können.

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Hier können Sie Ihren persönlichen Staatsquotengedenktag berechnen:

Dies ist die detaillierte Aufschlüsselung, wie dieser Tag zustande kommt und was er bedeutet:

Die Kernidee: „Einkommensverwendungsquote“

Der Bund der Steuerzahler nutzt für die Berechnung die sogenannte Einkommensbelastungsquote. Dabei werden alle Abgaben ins Verhältnis zum Volkseinkommen gesetzt.

Dazu gehören:

  • Direkte Steuern: Einkommensteuer, Solidaritätszuschlag.
  • Indirekte Steuern: Mehrwertsteuer, Energiesteuer, Tabaksteuer etc.
  • Sozialabgaben: Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung.

Liegt die Quote beispielsweise bei 52,6 % (ein typischer Wert der letzten Jahre), bedeutet das: Von jedem verdienten Euro bleiben dem Bürger nur knapp 47 Cent. Umgerechnet auf das Kalenderjahr wäre der Steuerzahler-Gedenktag dann Mitte Juli.

Wann findet Steuerzahler-Gedenktag statt?

In Deutschland fiel der Tag in den letzten Jahren meist in den Bereich zwischen Anfang und Mitte Juli.

Beispiel: Fällt der Gedenktag auf den 11. Juli, haben die Bürger 191 Tage für den Staat und erst ab dem 192. Tag für sich selbst gearbeitet.

Warum gibt es diesen Tag überhaupt?

Der BdSt verfolgt mit der Proklamation dieses Tages klare politische Ziele:

  1. Transparenz schaffen: Viele Bürger unterschätzen ihre tatsächliche Belastung, da indirekte Steuern (beim Einkaufen oder Tanken) oft „unsichtbar“ sind.
  2. Debatten anstoßen: Er dient als medienwirksames Instrument, um über die Höhe von Steuern, die Effizienz der Staatsausgaben und die Belastung der Mittelschicht zu diskutieren.
  3. Forderungen untermauern: Meist nutzt der Verband den Tag, um Steuersenkungen, den Abbau von Bürokratie oder die vollständige Abschaffung des Solidaritätszuschlags zu fordern.

Kritik am Konzept des Steuerzahler-Gedenktag

So anschaulich der Steuerzahler-Gedenktag ist, so umstritten ist seine Berechnungsmethode bei Ökonomen und Sozialverbänden:

  • Keine Gegenleistung berücksichtigt: Die Kritik lautet, dass das Modell so tut, als sei das Geld „weg“. Tatsächlich erhält der Bürger dafür Leistungen: Infrastruktur, Sicherheit, Bildung, soziale Absicherung und ein funktionierendes Rechtssystem – so die nicht ganz richtige Gegnargumentation.
  • Durchschnittswerte: Die Berechnung nutzt einen Durchschnitt. Ein Gutverdiener erreicht seinen persönlichen Steuerzahler-Gedenktag viel später als jemand mit geringem Einkommen, da das deutsche Steuersystem progressiv gestaltet ist. Deshalb gibt es jetzt den persönliche Staatsquoten-Gedenktag.
  • Methodik: Kritiker bemängeln, dass auch Unternehmenssteuern und andere Abgaben eingerechnet werden, die nicht jeden Privathaushalt direkt in diesem Maße treffen. Das Problem löst der persönliche Staatsquoten-Gedenktag.

Zwischenfazit

Der Steuerzahler-Gedenktag ist weniger eine präzise wissenschaftliche Analyse als vielmehr ein politisches Signal. Er macht die abstrakte Staatsquote greifbar und erinnert uns daran, wie viel Lebenszeit wir für die Finanzierung des Gemeinwesens aufwenden. Ob man die Belastung als „zu hoch“ oder als „fairen Preis für einen Sozialstaat“ empfindet, bleibt dabei jedem selbst überlassen.

Ihr persönliche Staatsquoten-Gedenktag

Natürlich ist die Kritik an dem Steuerzahlergedenktag auf den Staatsquotengedenktag weitgehend übertragbar. Natürlich ist das nicht wissenschaftlich exakt und an vielen Stellen angreifbar. Es zeigt aber vor allem eins: In der Mitte der Gesellschaft wir abgeschöpft. Es sind nicht die Reichen, die unter der Staatsquote leiden. Es sind nicht die nicht ganz Armen. Es sind die besser verdienenden Angestellten, die Ihren persönlichen Staatsquoten-Gedenktag am 30.09. finden. Das bedeutet, diese Menschen arbeiten drei Viertel des Jahres für Beamte und Leistungsempfänger. Kein Wunder, dass der Wille zu mehr Leistung in Deutschland ausgestorben ist. Wer 80.000€ im Jahr als Angestellter verdient und das Einkommen verkonsumiert, zahlt gnadenlos bis Ende September Beamte und Sozialtransferempfänger.

Wie wird die Staatsquote ermittelt?

Zunächst schätzt der Rechner die Einkommenssteuer ab. Für Gewerbetreibende werden die Gewerbesteuern ermittelt. Die Gewerbesteuer wird, wenn Sie ermittelt wird, bis zum Höchstbetrag der Einkommensteuer gegengerechnet.

Optional kann die Kirchensteuer hinzugerechnet werden. Diese geht formal. Natürlich nicht an den Staat, sondern nur ein einen Staat im Staate.

Weiterhin können optional die gesetzlichen Sozialversicherungen berücksichtigt werden.  Wir berücksichtigen den Arbeitnehmer- und den Arbeitgeber-Anteil, weil das Geld, was der Arbeitgeber abführt, führt er für den Arbeitnehmer ab, egal wie sich der Anteil nennt. (Ich bin dafür, das transparent zu machen.)

Weiterhin kann optional die Umsatzsteuer für den privaten Konsum pauschal abgeschätzt werden. Als Option ebenfalls abschätzbar sind sonstige Steuern, wie Kraftfahrzeugsteuer (KFZ-Steuer), Grunderwerbsteuer (3,5% bis 6,5% je nach Bundesland), Hundesteuer, Zweitwohnungsteuer, Jagdsteuer, Fischereisteuer, Spielbankabgabe, Schankerlaubnissteuer, Getränkesteuer, Speiseeissteuer, Vergnügungsteuer, Feuerschutzsteuer, Erbschaftsteuer / Schenkungsteuer.

Sonstige Abgaben, die der Staat oder staatliche Stellen vereinnahmen sind ebenfalls optional pauschal berücksichtigbar.  Dies sind zum Beispiel Rundfunkbeitrag (GEZ) – ca. 220 € pro Jahr und Haushalt, Niederschlagswassergebühr / Abwasserabgabe, Straßenreinigungsgebühren, Müllabfuhrgebühren (soweit kommunale Pflichtleistung), Schornsteinfegergebühren (gesetzlich vorgeschriebene Überprüfung), Kammerabgaben (IHK-Beitrag, Handwerkskammer-Beitrag), Erschließungsbeiträge, Anliegerbeiträge (Straßenausbaubeiträge), Kurbeitrag / Fremdenverkehrsabgabe, Kanalgebühren, Wassergebühren (Grundgebühr), Stellplatzablöse.

Als Letztes können dann die diversen Verbrauchssteuern optional pauschal hinzurechnen. Diese sind zum Beispiel Mineralölsteuer / Energiesteuer (ca. 65 ct/l Benzin, 47 ct/l Diesel), Stromsteuer (2,05 ct/kWh), CO₂-Steuer / CO₂-Preis (2025: 55 €/t CO₂, ca. 15 ct/l Benzin), Tabaksteuer (größter Teil des Zigarettenpreises), Kaffeesteuer (ca. 2,19 €/kg Röstkaffee), Biersteuer (außerhalb von Bayern: ca. 0,09 € je 0,5l), Schaumweinsteuer / Sektsteuer (1,02 € je 0,75l), Branntweinsteuer / Alkoholsteuer (13,03 €/l reiner Alkohol), Zwischenerzeugnissteuer (z.B. für Sherry, Portwein), Alkopopsteuer, KWKG-Umlage (Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz), Offshore-Netzumlage, §19-Umlage (StromNEV), Abschaltbare Lasten-Umlage.

Mit diesen Zahlen ergibt sich Tag und Uhrzeit für Ihren persönlichen Staatsquoten-Gedenktag, den Sie bitte würdevoll begehen.

Den Unternehmerrechner, der die Funktion des Staatsquoten-Gedenktag enthält, können Sie als App in den AppStores von Apple und Google downloaden können.

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Hier können Sie Ihren persönlichen Staatsquotengedenktag berechnen:

Was nutzt uns dieser Staatsquoten-Gedenktag-Rechner?

Nutzt uns der Staatsquote Gedenktag dann überhaupt irgendetwas? Die Berechnung ist doch unsicher. Die Abschätzungen sind sowieso fragwürdig. Das ist alles berechtigte Kritik, die aber nichts am Problem ändert.
Wir haben in Deutschland eine Staatsquote, die unerträglich hoch ist. In den Diskussionen in der Gesellschaft wird immer über die Reichen geschimpft und dann die Erhöhung von Steuern gewählt.
Es ist sicher sinnvoll, wenn jeder Wähler auch weiß, wie hoch denn sein persönlicher Beitrag zur Zahlung von Beamten, Bürokratie und Leistungsempfänger ist. Das ist nicht unsozial. Es ist sehr sozial, zu wissen, wie viel Verantwortung ich eigentlich in der Gesellschaft trage und wie viel ich finanziell eigentlich zur Gesellschaft beitragen. Es ist eben hilfreich zu wissen, dass wenn man von Reichen spricht, eigentlich ganz normale Menschen, die arbeiten meint. Wenn Menschen das wissen, werden sie auch vernünftig wählen können.
Aus unserer Sicht ist der Staatsquoten-Gedenktag-Rechner also ein Mittel, um den Menschen bewusst zu machen, wie Politiker sich auf der Unwissenheit von Wählern ausruhen.

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