Lohnt sich „Aktives Investieren“ für Sie wirklich?

Wir haben auf Ihren Wunsch hin unseren Unternehmerrechner erweitert: Ab Version 1.4 ist der Bereich Kapitalanlage live. Doch wir haben nicht einfach nur einen Zinsrechner gebaut. Wir beantworten eine Frage, die in vielen Diskussionen mit Selbstständigen oft philosophisch, aber selten mathematisch geführt wird:

Wann ist aktives Portfolio-Management für Selbststände, Unternehmerinnen und Unternehmer profitabler als ein passives Investment?

Die Illusion vom „Schlagen des Marktes“

Viele Unternehmer glauben, sie müssten auch an der Börse „Gas geben“, Einzelaktien analysieren und den perfekten Einstiegszeitpunkt finden. Doch die Realität ist ernüchternd: Profis mit Milliarden-Budgets und Hochleistungsrechnern scheitern regelmäßig daran, den Marktdurchschnitt (z.B. den MSCI World) dauerhaft zu schlagen.

Warum glauben wir als Privatpersonen oft, wir könnten das „nebenher“ besser?

Zeit ist Ihre teuerste Ressource

Der entscheidende Faktor bei der aktiven Anlage ist nicht nur das Risiko, sondern der Zeitaufwand. Recherche, Trading und Steueroptimierung fressen Stunden. Unser Rechner stellt deshalb eine radikal ehrliche Rechnung auf:

Was wäre, wenn Sie diese Zeit einfach „arbeiten“ würden?

In der Basis-Variante vergleicht der Rechner zwei Pfade:

  1. Aktiv: Sie investieren Zeit und versuchen eine Überrendite zu erzielen.
  2. Passiv + Minijob: Sie legen Ihr Geld passiv an (ETF) und nutzen die gesparte Zeit für einen Minijob zum Mindestlohn, dessen Gehalt Sie zusätzlich investieren.

Die nackten Zahlen (Ein Blick in die Praxis)

Schaut man sich die Ergebnisse an, wird es schnell ungemütlich für die „Aktiven“:

  • Bei einem Startkapital von 10.000 € und 5 Stunden Aufwand pro Woche müssten Sie oft eine aktive Rendite von über 11 % p.a. erzielen, nur um mit einem passiven Anleger gleichzuziehen, der in der gesparten Zeit lediglich Regale einräumt (Mindestlohn).
  • Je geringer das Startkapital, desto absurder wird die benötigte aktive Rendite.

Warum Sie als Unternehmer Ihre Strategie überdenken sollten

Richtig spannend wird es, wenn wir den Mindestlohn durch Ihren echten Stundensatz ersetzen. Wenn Sie als Experte 150 € pro Stunde generieren, müsste Ihre aktive Kapitalanlage eine astronomische Rendite (im Beispiel über 13 % p.a.) abwerfen, um den Verdienstausfall in Ihrem Kerngeschäft wettzumachen.

Meine These:

Eine GmbH mit 25.000 € Stammkapital, die 100.000 € Gewinn macht, erzielt eine Rendite von 400 %. Wer einen Zusatzauftrag akquiriert, steigert seine Rentabilität oft um Welten mehr, als es jedes Stockpicking an der Börse je könnte.

Peter Saubert

Unternehmensberater

Fazit: Fokus auf das Kerngeschäft

Nutzen Sie den neuen Rechner, um sich selbst zu prüfen. In den allermeisten Fällen ist die Antwort klar:

  • Investieren: Passiv, breit gestreut und zeitsparend zur Risikominimierung und Kapitalsicherung.
  • Rendite-Turbo: Die eigene Firma. Steigern Sie die Profitabilität Ihres Unternehmens – dort haben Sie die Hebel in der Hand, die an der Börse unmöglich sind.

Probieren Sie es jetzt aus: Finden Sie Ihre persönliche „Break-even-Rendite“ in unserem neuen Modul des Unternehmerrechners.

Tipp für die Anwendung: Geben Sie im Feld „Mindestlohn“ ruhig einmal Ihren tatsächlichen kalkulatorischen Stundensatz ein. Das Ergebnis ist oft der beste Motivator, das nächste Kundenprojekt der nächsten Aktienanalyse vorzuziehen.Geben Sie im Feld „Mindestlohn“ ruhig einmal Ihren tatsächlichen kalkulatorischen Stundensatz ein. Das Ergebnis ist oft der beste Motivator, das nächste Kundenprojekt der nächsten Aktienanalyse vorzuziehen.

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