Wie gründe ich ein Ingenieurbüro / Konstruktionsbüro / Ingenieurdienstleister / Ingenieurunternehmen?

5
5,0 rating
2 customer reviews
Excellent100%
Very good0%
Average0%
Poor0%
Terrible0%

Bewerte bitte die Informationen auf dieser Seite

Was sind die Voraussetzungen für die Gründung eines Ingenieurbüros?

Damit Sie sich Ingenieurbüro nennen dürfen, müssen Sie eine entsprechende fachliche Eignung nachweisen können. Diese ist ein erfolgreich abgeschlossenes Ingenieur-Studium an einer Universität oder Fachhochschule: Die Abschluss-Urkunde muss Sie als Ingenieur ausweisen.

Als Freiberufler wird dieser Nachweis durch den freiberuflichen Ingenieur geleistet.

Für gewerblich tätige Ingenieurunternehmen muss die Einrichtung des Betriebes sicherstellen, dass

  • an den entsprechenden Stellen im Unternehmen Mitarbeiter eingesetzt sind, die diesen Anforderungen gerecht werden.
  • die Betriebsabläufe so gestaltet sind, dass die Arbeit als Ingenieurbüro sichergestellt ist.

Nur die formale Qualifikation genügt in vielen Fällen jedoch nicht. Der Nachweis von praktischer Erfahrung ist für viele spezifische Ingenieur-Aufgaben eine Voraussetzung. Diese sind zum Beispiel

  • Bauvorlageberechtigung
  • Gutachter
  • Führung von Ingenieurteams im Rahmen der ingenieurmäßigen Einrichtung eines Gewerbebetriebs

Welche Mitgliedschaften sind für ein Ingenieurbüro Pflicht?

Für zahlreiche Ingenieur-Aufgaben gibt es Pflichtmitgliedschaften in entsprechenden Kammern. Das gilt aber nicht für alle Ingenieur-Aufgaben. Zum Beispiel benötige ich für mein Ingenieurbüro keine Mitgliedschaft in einer Kammer. Pauschalierte Aussagen dazu sind nur schwer möglich. Es muss wirklich eine Einfallprüfung erfolgen.

Ein Schutz der Bezeichnung Ingenieurbüro ist nicht notwendig, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind.

Was ist die richtige Rechtsform für ein Ingenieurbüro?

Freiberufler

Der Ingenieurberuf steht im Katalog der Freien Berufe. Freiberuflich Tätige haben einige Vorteile:

  • Freiberufler sind nicht gewerbesteuerpflichtig
  • Die Buchhaltung von Freiberuflern beschränkt sich auf eine Einnahmenüberschussrechnung (EÜR)
  • Freiberufler sind von der Pflichtmitgliedschaft in der IHK befreit

Der Status wird vom Finanzamt festgestellt. Zu Beginn der Tätigkeit muss die steuerliche Erfassung beim zuständigen Finanzamt erfolgen. Das Finanzamt entscheidet auf Grund eines Kriterienkatalogs, ob Sie als Gewerbetreibender oder als Freiberufler einzugruppieren sind.

Überwiegende Beratung, Fokussierung auf übergreifende Aufgaben und geringer Kapitalbedarf legen eine freiberufliche Tätigkeit nahe. Eine starke Fokussierung auf Produktentwicklung und ein hoher Kapitalbedarf deuten immer auf einen Gewerbetreibenden hin.

Kommt das Finanzamt zum Schluss, dass Sie kein Freiberufler sind, ist die Konsequenz, dass Sie gewerbetreibender Einzelunternehmer sind.

Einzelunternehmer

Das Einzelunternehmen ist für den gewerbetreibenden Ingenieur die Alternative zur freiberuflichen Tätigkeit.

Als Gewerbetreibender sind Sie

  • Gewerbesteuerpflichtig
  • Pflichtmitglied in der IHK

Für die Ausübung eines Gewerbes ist die Anmeldung eines Gewerbes bei der kommunalen Gewerbeaufsicht erforderlich. Diese kostet je nach Gemeinde 10 bis 60€.

GmbH – Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Eine GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung) ist immer dann sinnvoll, wenn es Risiken aus Gewährleistung oder außervertragliche Risiken im Geschäftsmodell gibt. Für die Gründung ist ein Kapital von 25.000€ notwendig, dass auch durch Förderungen oder eine Bank finanziert werden kann.

Diese 25.000€ sind aber keine Kosten, weil das Geld nur an die gegründete Firma übergeht. Die 25.000€ stehen also nach der Gründung dem Unternehmen zur Verfügung.

Für eine GmbH betragen die direkten Kosten der Gründung in der Regel maximal 900 €. Darin sind Notar und Ämter enthalten. Möchten Sie keinen Muster-Gesellschafter-Vertrag kommen dazu noch die Kosten für die Erstellung des Gesellschafter-Vertrags.

Eine GmbH ist immer ein Gewerbebetrieb und kann nicht freiberuflich tätig sein.

UG (haftungsbeschränkt) – Unternehmergesellschaft

Eine UG (haftungsbeschränkt) ist nur in sehr wenigen Fällen sinnvoll. Die UG (haftungsbeschränkt) kann eine Alternative sein, wenn auf Grund von Risiken aus Gewährleistung oder außervertragliche Risiken im Geschäftsmodell eigentlich eine GmbH gegründet werden sollte, dafür aber nicht das Eigenkapital vorhanden ist.

Für eine GmbH betragen die direkten Kosten der Gründung in der Regel maximal 900 €. Darin sind Notar und Ämter enthalten. Möchten Sie keinen Muster-Gesellschafter-Vertrag kommen dazu noch die Kosten für die Erstellung des Gesellschafter-Vertrags.

Akquisition von Kundenaufträgen

Die Akquisition von Kundenaufträgen ist ein wesentlicher Schwerpunkt in der Beratung von Peter Saubert. Wer ein Ingenieurbüro gründet, muss sich Akquisition in gewissen Maße zutrauen.

Oft ist für Ingenieursdienstleistungen, bei denen es auf Know-how und technische Fertigkeiten ankommt, Fokussierung auf Spezialthemen wichtig.

In der Regel ist der erste Auftrag das große Problem. Ideal ist es, wenn bereits bei der Gründung ein größerer Kunde an Bord ist. Dieser Kunde ist die Quelle für erste Einnahmen und die Referenz für neue Kunden. Neuen Kunden fällt die Beauftragung eines Ingenieur-Unternehmens mit Refernzprojekten leichter.

Ingenieurbüro im Nebenberuf

Vorteile einer Gründung im Nebenberuf sind:

  • Die Sozialversicherungen sind finanziert.
  • Der Gründer kann den Kundenstamm aufbauen.
  • Der Gründer kann sich ausprobieren.
  • Der Gründer kann ggf. die Kleinunternehmerregelung nach § 19 Umsatzsteuergesetz nutzen.

Der wesentliche Nachteil bei der Gründung eines Ingenieurbüros ist:

  • Der Gründer ist nicht fokussiert und verliert eventuell seine Aufgaben und Ziele als Unternehmer aus den Augen.

In der Regel müssen nebenberufliche Tätigkeiten durch den Arbeitgeber genehmigt werden. Diese Genehmigung sollte der Gründer vorab einholen.

Eine Selbständigkeit in Konkurrenz zum Arbeitgeber ist ausgeschlossen.

Diese Genehmigung kann der Arbeitgeber aber widerrufen, wenn die Leistung in der Arbeitsstelle gefährdet wird. Auf diesen Widerruf sollte sich der Gründer vorbereiten, da er in der Regel irgendwann kommt.

Versicherungen als Selbständiger und Unternehmer

Haftpflichtversicherung

Als Selbständiger bzw. Unternehmer benötigen Sie unbedingt eine Betriebs- oder Berufshaftpflicht. Diese sollte möglichst auch Schäden an Kundeneigentum abdecken.

Peter Saubert

Sonstige Versicherungen

Der wesentliche Unterschied zwischen Selbständigen und Arbeitnehmern sind die sozialen Sicherungssysteme. Als Arbeitnehmer ist man im gesetzlichen Versicherungssystem zwangsversichert. Man hat einen gewissen Kündigungsschutz, eine gesetzliche Unfallversicherung, Insolvenzgeldversicherung und eine Arbeitlosenversicherung. Das führt dazu, dass Arbeitnehmer eigentlich sehr sozial abgesichert sind.

Für Selbständige gilt das alles nicht. Selbständige müssen also selbst vorsorgen. Die Zuschüsse des Arbeitgebers entfallen ebenfalls mit der Selbständigkeit. Davon sind folgende Versicherungen betroffen:

  • Krankenversicherung (Arbeitgeberanteil ca. 50%)
  • Pflegeversicherung (Arbeitgeberanteil ca. 50%)
  • Rentenversicherung (Arbeitgeberanteil ca. 50%)
  • Unfallversicherung (Arbeitgeberanteil 100%)
  • Arbeitslosenversicherung (Arbeitgeberanteil ca. 50%)
  • Insolvenzversicherung (Arbeitgeberanteil 100%)

Was bedeutet das? Gegen Insolvenz und Arbeitslosigkeit können Sie sich absichern, wenn Sie mit Unterstützung der Agentur für Arbeit gründen. Das bedeutet, Sie können dann wieder in die Arbeitslosigkeit mit Arbeitslosengeld zurück wechseln.

Forderungen aus der Insolvenz gegen dich als Unternehmer können Sie faktisch gar nicht versichern. Für Manager in hochrangigen Positionen gibt es eine D&O für Haftung aus Management-Fehlentscheidungen. Diese spielt aber in der Regel für Unternehmer keine Rolle.

Kranken- und Pflegeversicherung müssen Sie selbst tragen.

Als Unternehmer sind Sie nicht mehr Pflichtmitglied in der gesetzlichen Rentenversicherung. Sie könnten also gar nichts für eine Rente tun. Das wäre dann die Vormerkung für Altersarmut. Ein Versicherungsvertrag mit einer Alterssicherung ist dringend zu empfehlen. Das Gleiche gilt für eine Absicherung für Unfälle.

Als Größenordnung für die Kosten können Sie Ihre jetzigen Sozialversicherungsbeiträge vom Lohnzettel verdoppeln. Dann sehen Sie, wie hoch Ihre Versicherungen in der Selbständigkeit ungefähr wären. (Tatsächlich ist es mehr.)

Aus diesem Grund empfiehlt es sich oft, einer sozialversicherungspflichtigen Teilzeittätigkeit nachzugehen. Dann ist die finanzielle Sicherheit gegeben, die Sozialversicherungen bezahlt und aus den Betriebsgewinnen kann die Rente aufgestockt werden.

Was sind Ihre Vorteile aus der Gründungsberatung von Peter Saubert?

✅ Peter Saubert ist akkreditierter Berater der BAFA beim Bundeswirtschaftministerium.

✅ Peter Saubert ist durch den IBWF zertifizierter Mittelstandsberater.

✅ Peter Saubert hat langjährige und umfangreiche Erfahrungen, weil er selbst Unternehmer war und ist und vielen Unternehmern geholfen hat.

✅ Peter Saubert versteht Unternehmer und die Probleme von Unternehmern, weil er selbst auf einen großen Erfahrungschatz aus seinen Unternehmen zurück greifen kann.

✅ Peter Saubert betreibt selbst ein Ingenieurbüro.

Zertifzierter Mittelstandsberater

Bewerte bitte die Informationen auf dieser Seite

Wie ist der genaue Ablauf bei der Beratung?

Wichtiges zum Ablauf

Bevor Sie Ihre Firma gründen, sind Sie sich vielleicht nicht sicher, ob das der richtige Schritt ist. Ihre Situation ist immer besonders. Deshalb müssen wir zum Anfang ein Gespräch führen, was Ihre persönliche Situation ausmacht.

Dann müssen Sie wissen: Es gibt nicht das eine richtige Konzept für jeden! Das wird zwar oft so verkauft. Kann aber nicht so sein und ist auch nicht so. Ihr Konzept muss zu Ihnen passen. Wollen Sie im Nebenerwerb starten? Wollen Sie aufs Ganze gehen? Kann das Arbeitsamt Sie unterstützen? Haben Sie Eigenkapital oder nicht? Das sind zum Beispiel Fragen, die wir gemeinsam durchgehen müssen. Danach erst kann Ihr Geschäftskonzept entstehen in dem Sie sich wieder finden und mit dem Sie erfolgreich sein können. Genau so werden wir deshalb auch machen.

Aber das ist nicht alles! Im Betrieb werden Sie immer selbständiger. Aber es kommen immer wieder Fragen auf, die geklärt werden müssen. Dann ist ein Coach an der Seite für Ihren Erfolg wichtig. Deshalb gibt es bei mir die für Sie kostenlose Nachbetreuung als Unternehmer.

Ablauf

  1. Sie nehmen Kontakt zu mir auf.
  2. Wir führen ein kostenloses unverbindliches Gespräch, bei dem wir entscheiden: Passen wir zusammen? Passt das Konzept? Was muss für die Gründung getan werden?
  3. Sie gründen formell Ihr Unternehmen.
  4. Wir stellen den Förderantrag. Die Angaben kommen von Ihnen. Alle Angaben im Förderantrag müssen richtig sein. Ich helfe Ihnen dabei. Das dauert 10 Minuten.
  5. Sie erhalten in ca. 14 Tagen den Förderbescheid.
  6. Sie entscheiden, ob Sie mich beauftragen wollen ohne Risiko, weil dann wissen Sie schon schon, ob Sie mit mir zusammen arbeiten wollen und wie hoch Ihre Förderung ist.
  7. Beratung, Coaching und Umsetzung der Maßnahmen, die Bestandteil des Angebots sind.
  8. Abschluss der Beratung mit Beratungsbericht und Abnahme der Beratung durch Sie. Sie müssen die Deminis-Erklärung abzeichnen.
  9. Abrechnung der Beratung gegenüber Ihnen.
  10. Sie reichen die Beratungsrechnung zur Erstattung ein und erhalten die Förderung ausgezahlt. Sollte die BAFA die Förderung nachträglich ablehnen, was bei mir noch nie passiert ist, und deine Angaben für den Förderantrag waren richtig, erhalten Sie von mir den Förderbetrag ausgezahlt.
  11. Nachbetreuung durch mich (fortlaufendes Coaching)

Was kostet gute Beratung bei der Gründung eines Ingenieurbüros? Was können Sie von der Beratung erwarten?

Jetzt anrufen
Share This